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Bezirke und Stadtteile

Ciutat Vella

Bis ca. 1850 war Barcelona nichts anderes als ein irrgartenähnliches Gassengmuster zwischen Port Veil und den heutigen " Rondes ". Man lebte hier auf engem Raum sehr eng und trotz der vielen Sanierungsprojekte ist das für die Bewohner der Ciutat Vella auch heute noch genauso. Die römischen Ruinen, gotischen Kirchen, Paläste und Museen haben eine starke Anziehungskraft auf Touristen, die in diesem Meer des Niedergangs, der Armut und Kriminalität das "ureigene" Barcelona suchen. Vor allem das gotische Viertel um die Kathedrale, die Ramblas, das Picasso Museum, die Kirche Santa Maria del Mar und das Museum d`Art Modern sind aber in ihrer Qualität und Pracht einmalig und gehören zu einem Barcelona Besuch einfach dazu. Und auf einen Cafe on leche in einer einheimischen Bar sollte man auch nicht verzichten, wenn man Barcelona wirklich wahrnehem möchte.

Eixample

Die wohlhabende Mittelschicht der Stadt drängte sich nach dem Abriss der Stadtmauern in das brachliegenden Umland, in dem, nach Plänen des Architekten Ildefons Cerda` i Sunyer, das Viertel Eixample entstand. Diese " Stadterweiterung" ist heute besonders dadurch berühmt geworden, da sich hier ine Vielzahl eindrucksvolle Bauten befinden. Denn wer es sich leisten konnte, bat Gaudi, Domenech i Montaner oder Puig i Cadafalch um den Entwurf und Bau eines wunderschönen Jugendstilpalastes. Die Mieten für diese Wohnungen sind auch heute noch extrem hoch, aber man lebt ja nicht überall in einem modernistischen Wohnungskomplex! So ist auch der Nobelboulevard Passeig de Gracia die teuerste Einkaufstraße der Stadt, wer hier entlangspaziert, kommt an vielen berühmten Bauten, wie z.B der Casa Mila, der Casa Battlo und der Casa Amatller vorbei. Im Norden des Stadtteils findet man ausserdem das berühmte Wahrzeichen Barcelonas, die Sagrada Familia.

El Raval

Raval ist der ursprünglich mittelalterliche Teil der Innenstadt westlich der Las Ramblas. In den labyrinthartigen Gassen reihen sich heruntergekommene Wohnhäuser und rauchige Kneipen direkt an moderne Museen und trendige Läden. Obwohl Barcelonas Stadtteil Raval eher eine traditionelle Arbeitergegend und einst als arme und relativ gefährliche Gegend Barcelonas verschrieen wurde, ist es El heute äusserst beliebt zum auszugehen, einkaufen und leben. Dies liegt auch daran, dass es einst und heute noch die Heimat vieler Immigranten ist, was das multikulturelle Flair des Bezirks erklärt.

Gracia

Die Bewohner dieses Ortes im Norden der Stadt widersetzten sich noch Ende des 19. Jhts. hartnäckig der Eingemeindung. Heute, nachdem sie widerwillig Teil BArcelonas wurden, bringen sie noch manches Stadtprojekt zu Fall. Auf der anderen Seite wird den Bewohnern Gracias auch Zivilcourage, freiheitliches Denken und ein starker Sinn für Gerechtigkeit zugesprochen. Die Mischung aus dörflicher Behäbigkeit und weltoffenem Savoir-faire hat Garcia zum gefragtesten Viertel der ganzen Stadt werden lassen.

Horta - Guinardo

Hier suchen Touristen wie auch Barceloneser vor allem im Sommer etwas Erholung und Frische. Der Bezirk zählt zu einem der vier olympischen Zentren der Stadt, das um das neuerbaute Radstadion entstanden ist. Vor allem befindet sich hier aber das Hospital de Sant Pau und der weltbrühmte Parc Güell, die nicht nur touristische Höhepunkte sind.

Las Ramblas

Sie ist der wohl berühmteste Boulevard Barcelonas, ist 2 km lang und durchquert die Altstadt von Barcelona von der Plaça Catalunya bis hinunter zum Hafen. Der breite Fußgängerbereich in der Mitte der Ramblas läd zum schlendern und beobachten ein, hier findet man auch die vielen Strassenhändler und -künstler, sowie zahlreiche Blumenstände, die alle zusammen eine lebhafte Atmosphäre kreieren. Achten Sie aber immer besonders auf Taschendiebe und kehren Sie nicht unbedingt hier in ein Lokal ein, denn oft ist die Qualität schlecht, die Preise aber hoch, bzw. hauptsächlich Touristenfallen!

Les Corts

Diese keline Dörfchen wurde 1876 eingemeindeten, heute ist aber nur noch der alte Friedhof übriggeblieben, der zwischen den gewaltigen Sportanlagen des F.C. Barcelona und den prunkvollen Villas der Wohlhabenden eher kümmerlich wirkt. Der Bezirk ist als Wohngegend sehr gefragt, daher auch die hohen Preise, aber davon mal abgesehen gibt es, besonders die "Diagonal" aufwärts, auch viele kleine Parks, in denen man sich ausruhen kann, sowie das Kloster Museum Pedralbes, eine Oase der Besinnung.

Montjuic

Montjuic ist der Berg im Westen der Stadt, der nach einer jüdischen Nekropolis benannt wurde (wörtlich: Berg der Juden). Obwohl sich hier das supermoderne Olympiagelände befindet, hat sich an dem kleinstädtischen Flair dieses Bezirks nichts geändert. Im 20. Jahrhundert, begann hier die Arbeiterbewegung, dessen Einfluss auf den Stadtteil sich nicht verneinen lässt. Zum Meer hin schließt sich das Viertel Poble Sec an, welches vor dem Bürgerkrieg Barcelonas berühmtes Vergnügungszentrum war.

Sant Marti

Das ehemalige Dorf Sant Marti de Provencals ist heute kaum mehr sichtbar, denn im Zuge der Industrialisierung bewegte sich das ursprüngliche Zentrum des Bezirks immer weiter Richtung Mittelmeer. Das benachbarte Poble Nou, ein ehemaliges Fischerdorf, wird oft auch katalanisches Manchester genannt. Fabriken und Speditionsunternehmen bilden auch heute noch den Kern dieses Stadtteils, der Glanzpunkt der Neuzeit ist jedoch das Olympiadorf Nova Icaria mit 2500 Wohnungen und einer wunderschönen Hafenpromenade.

Sarria - Sant Gervasi

Hierhin flüchteten einst die Aristokraten Barcelonas, und zwar jedesmal, wenn in der Altstadt eine der recht häufigen Epidemien wütete. Es ging hier deshalb schon immer ein bißchen snobistisch zu, und wer heutzutage etwas auf sich hält, kauft in Sant Gervasi ein oder geht dort essen.

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